Kurier, 19.03.2025
...Verstörend schön gestaltete Boriso-Glebsky die melancholische Weise und brachte sein Instrument innig zum Singen. Was für eine Melodieführung! Eloquent gerieten die fordernden Passagen im Finalsatz. Mit purer Virtuosität überwältigte er bei seiner Zugabe, Schuberts „Erlkönig“ (Fassung von Heinrich Wilhelm Ernst).
DerStandard, 19.03.2025
...phänomenal Geiger Nikita Boriso-Glebsky, der bei Max Bruchs Violinkonzert als Instrumentalsänger zeigen kann, dass er die Süße des Melos ohne Überzuckerung zu vermitteln versteht. Ebenso qualitätsvoll zupackend und risikobereit verstand er, auch die irrwitzigen linearen Anforderungen zu meistern. Dass er dann noch Heinrich Wilhelm Ernsts Grand Caprice nach Schuberts Der Erlkönig als Demonstration von alle Extreme ausreizender Könnerschaft vermittelte, war zusätzlich frappierend.
Luzernerzeitung 17.01.2020
Der Höhepunkt des Abends ist der Auftritt des russischen Geigers Nikita Boriso-Glebsky mit dem Beethoven`schen Violinkonzert. Mit einer exzellenten Intonation – und vor allem viel Wildheit – zeichnet er den Komponisten als zornigen Mann. Quasi ein Gegenentwurf zur fliegenden Jahrhundertaufnahme mit Jascha Heifetz ist sein Spiel ein intensiver Kampf. Die Läufe werden von unten in die Höhe gejagt, die Kadenzen einen Schwierigkeitsgrad nach oben geschraubt. Dramatisch, mit Vorwärtsdrive. Gnadenlos, aber elektrisierend.

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